Börsenbriefe und Börsennewsletter – Eine grobe Übersicht über die sogenannten Börsendienste

Börsenbriefe und Börsennewsletter sind allgemein bekannte und akzeptierte Medien zur Meinungsbeildung sowie hilfreiche Informationslieferanten zur Fällung von Anlageentscheidungen. Die Übersicht über Anbieter kostenloser und Kostenpflichtiger Angebote ist effektiv nicht zu halten und die Anzahl deutschsprachiger sowie internationaler Anbieter ist schier unermesslich. Dabei reichen die heutigen Angebote von kostenlosen, mehr oder weniger regelmäßig erscheinenden Newslettern über regelmäßig publizierte kostenlose und kostenpflichtige Börsenbriefe bis hin zu Handelssystemen, die ihre Abonnenten oder Kunden in Echtzeit per Email, SMS, Fax, Telefon oder mit eigenen Messengern Informationen zum Kaufen, Halten oder Verkaufen zukommen lassen. Genaugenommen sind die meisten heutigen Angebote vom klassischen Börsenbrief weit entfernt. Dennoch gilt für alle diese Angebote, dass die Grenzen zwischen ihnen, also zwischen einfachem Newsletter, aufwändig produziertem Börsenbrief und komplexem Handelssystem fließend sind. Einige Anbieter, insbesondere die kostenloser Angebote, wechseln ihre Arbeitsweisen außerdem häufiger. Auch die Verbreitung von Informationen über soziale Netzwerke ist von klassischen Börsenbriefdefinitionen weit entfernt. Heute hat sich außerdem der Begriff Börsendienst eingebürgert, der sämtliche Angebote, die Marktinformationsdienstleistungen und Börseninformationen sowie Anlageempfehlungen anbieten, zusammenfasst. Dennoch sind die Ziele der unterschiedlichen Anbieter und die Absichten der jeweiligen Nutzer im Wesentlichen gleich: Die Anbieter wollen Geld verdienen und die Nutzer ihr eingesetztes Kapital vermehren. Im Grunde sind aus dieser Sicht sogar die Ziele von Anbietern und Nutzern der Börsendienste identisch.
Wie der Nutzer von Börsendiensten verdienen möchte, liegt auf der Hand: Er erwartet, dass die ihm angebotenen Informationen zu Anlageentscheidungen führen oder konkrete Handlungsanweisungen (Bspw.: Aktie X kaufen, halten, verkaufen) enthalten, deren Ergebnisse Kapitalanlagen mit bestmöglicher Rendite darstellen.
Die Anbieter der Börsendienste verdienen ihr Geld auf unterschiedliche Weise. So gibt es Anbieter, die sich mit in ihren Publikationen geschalteter Werbung finanzieren. Andere Anbieter, insbesondere die kostenpflichtigen, finanzieren sich aus den Gebühren für die Abonnements. Außerdem gibt es Börsendienste, die sich dadurch finanzieren, dass sie von den empfohlenen Unternehmen eine Gebühr verlangen. Auf diese Weise sind sie natürlich nicht mehr unabhängig. Oft wird diese Praxis auch als unseriös bezeichnet, da zwischen dem empfohlenen Unternehmen und dem Herausgeber eine Geschäftsbeziehung besteht. Die meisten Anbieter finanzieren sich jedoch durch Gebühren, die sie für ihre Abonnements vom Kunden verlangen. Diese Aussage kann anhand einer mehr oder weniger repräsentativen Erhebung gemacht werden, die auf Basis der Einträge auf www.boersenbriefverzeichnis.de gemacht wurde.
Am 10.04.2012 waren auf der Homepage www.boersenbriefverzeichnis.de insgesamt 149 Börsenbriefe und Newsletter bzw. Herausgeber der genannten Medien verzeichnet. Von diesen 149 Einträgen waren lediglich 42 Einträge ausschließlich kostenloser Natur. 82 Einträge waren ausschließlich kostenpflichtig. Die restlichen 25 Einträge boten sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Angebote an.
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Nichtsdestotrotz können mit Hilfe von Börsendiensten erfolgreiche Kapitalanlagen getätigt werden. Die 149 deutschsprachigen Börsendienste, die auf www.boersenbriefverzeichnis.de verzeichnet sind, finden sich in den folgenden Auflistungen wieder. Die erste Auflistung enthält die Anbieter, die ausschließlich kostenlose Angebote anbieten.

  • www.aktienjournal.de
  • www.boehms-dax-strategie.de
  • www.boersenbrief360.de
  • www.bullenbrief.de
  • www.cashbulls.net
  • www.cornandoil.com
  • www.derboersenbrief.de
  • www.derkapitalanleger.de
  • www.fondsxpress.de
  • www.futuretrade24.de
  • www.geldanlage-report.de
  • www.global-smallcap-report.com
  • www.goldinvest.de
  • www.heibel-unplugged.de
  • http://inflationsschutzbrief.synergent.de
  • www.insider-alarm.de
  • www.investment24.com
  • www.investoralert.de
  • www.investorsinside.de
  • iq.bb
  • www.kapitalanlagen-newsletter.de
  • www.marketbrief.com
  • www.market-trends.de
  • www.oeko-invest.de
  • www.rohstoff-giganten.de
  • www.seasonal-trader.de
  • www.small-cap-news.de
  • www.smallcapservice.de
  • www.steffens-daily.de
  • www.stisweekly.de
  • www.stock-telegraph.com
  • www.sundaymarket.de
  • www.thebullinvestor.net
  • www.trade24.de
  • www.trademailer.de
  • www.tradersjournal.de
  • www.tradersweekly.de
  • www.trading-brief.de
  • www.tradingspace.de
  • www.turbodepot.de
  • www.weidmannmarkets.com
  • www.wertpapierreport.de

Die zweite Liste enthält Anbieter, die ausschließlich kostenpflichtige Angebote bereitstellen.

  • www.absolute-return-invest.de
  • www.aktienanlage-navigator.de
  • www.aktienbrief-online.de
  • www.aktienmonitor.net
  • www.aktien-strategie.de
  • www.aktien-trader.net
  • www.alphabriefe.de
  • www.analystenzeit.de
  • www.anleihen-compass.de
  • www.antizyklischer-boersenbrief.de
  • www.bayerngold.com
  • www.bernecker.info
  • www.b-inside-international.com
  • www.boerse.ch
  • www.boerse-aktuell.de
  • www.boersenbrief.at
  • www.boersenbrief-revolution.de
  • www.boersenfabrik.de
  • www.boersensignal-24.com
  • www.boersensignale.de
  • www.bogen-gmbh.de
  • www.capitalchina.de
  • www.cashkurs-gold.de
  • www.cashkurs-trends.de
  • www.cfd-brief.de
  • www.cfd-profi-brief.de
  • www.chart-experte.de
  • www.charttec.de
  • www.ci-boersenbriefe.com
  • www.cleverselect-investments.de
  • www.clickoptionstrader.com
  • www.commodities-trader.de
  • www.cosmo-trend.com
  • www.dax-premium-trader.de
  • www.daxsignal.de
  • www.dax-vestor.de
  • www.derivate-magazin.de
  • www.der-konservative-anleger.de
  • www.devisen-trader.de
  • www.diamant-fx.de
  • www.dreieck-trading.de
  • www.emerging-markets-trader.de
  • www.fakt-boersenbrief.de
  • www.finanzwoche.de
  • www.frankfurter-börsenbrief.de
  • www.fuchsbriefe.de
  • www.globalyze.de
  • www.hebelzertifikate-trader.de
  • www.highflyer-report.de
  • www.hwd-ag.de
  • ikisgmbh.vpweb.de
  • www.impulse-trading.com
  • www.kapitalbrief.ch
  • www.kingstrade.de
  • www.kursraketen24.at
  • www.maxprofits.de
  • www.maydornreport.de
  • www.midas-invest.com
  • www.millioneninvest.de
  • www.momentuminvestor.de
  • www.moneymoney.de
  • www.morgan-report.de
  • www.muster-aktien.de
  • www.mytrade.de
  • www.neuro-millionaire.de
  • www.platow.de
  • www.profi-analyst.de
  • www.profi-trader-börsenbrief.de
  • www.rohstoffanlagen.de
  • www.rohstoffjournal.de
  • www.rohstoff-trader.de
  • www.rosen-trader.com
  • www.schmitt-brief.de
  • www.schweizer-boersenbrief.ch
  • www.short-selling-report.de
  • www.smartanlegen.de
  • www.trendbrief-online.de
  • www.trend-trader.de
  • www.wellenreiter-invest.de
  • www.zertifikate-investor.de
  • www.zyklen-trends-signale.ch
  • www.zyklusanalyst.de

Die letzte Auflistung enthält die Anbieter, die sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Angebote anbieten.

  • www.amanita.at
  • www.bullvestor.de
  • www.cashkurs.com
  • www.companymaker.de
  • www.das-siegerdepot.de
  • www.depotpower.at
  • www.deraktionaer.de
  • www.dergoldreport.de
  • www.erfolgreich-investieren.de
  • www.fondsxpress.de
  • www.handelssystem-boerse.de
  • www.happyhotstock.de
  • www.heibel-ticker.de
  • www.intelligentrecommendations.com
  • www.kursdiamanten.de
  • www.markus-frick.de
  • www.performaxx-anlegerbrief.de
  • www.phoenix-boersenbrief.de
  • www.privatinvestor.de
  • www.rohstoffraketen.de
  • www.silberjunge.de
  • www.smallcapinvestor.de
  • www.tradecentre.de
  • www.trendraketen.de
  • www.trendspekulant.de

Selbstverständlich erheben die obigen Auflistungen keinen Anspruch auf Vollständigkeit und es gibt mit Sicherheit deutlich mehr Anbieter. Allerdings fällt es auch den Autoren von smallcapservice.de schwer, eine komplette Übersicht zu behalten.
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Mit welchen Angeboten man bessere Renditen erzielt, ist schwer zu sagen. Allgemein gültige und unabhängige Studien gibt es dazu aktuell nicht. Zwischen 1990 und 1996 wurden von Prof. Dr. Reinhart Schmidt im Auftrag des Managermagazins die damals wichtigsten deutschsprachigen Börsenbriefe untersucht (Quelle: http://www.vgz.ch/manager_magazin.pdf). Stiftung Warentest untersuchte im Jahr 1995 ebenfalls Börsenbriefe hinsichtlich ihrer Performance. Das Ergebnis fiel negativ für die Börsenbriefe aus. Eine Erhebung über die Entwicklung von Empfehlungen kostenloser Börsenbriefe und Newsletter wurde auch von www.smallcapservice.de durchgeführt. Diese fiel positiv aus, was heißt, dass die Entwicklung der Empfehlungen durchschnittlich positiv war. Außerdem gibt es seit einigen Jahren jährlich den sogenannten Börsenbrief-Award. Dabei werden Börsenbriefe bewertet. Allerdings ist das Bewertungsschema nicht klar nachvollziehbar und die Bewertungskriterien „Entwicklung der Leserzahlen, Erfahrung der Redaktion, Unabhängigkeit sowie Informationsgehalt und Übersichtlichkeit“ sind letztlich kein Merkmal für eine erfolgreiche Kapitalanlage. Für die Qualitätsbeurteilung eines Fahrzeugs sind dessen Farbe, der Name des Fahrers und die Sauberkeit des Innenraums gausowenig entscheidend, wie die oben genannten Bewertungskriterien für einen Börsenbrief.
Insbesondere der Punkt „Entwicklung der Leserzahlen“ ist kritisch zu sehen. So könnte man natürlich argumentieren, dass die Anzahl der Leser ein Merkmal für die Qualität der Inhalte ist. Doch dieser Vergleich hinkt. Man stelle sich die meist gelesene deutsche Tageszeitung vor und überlege, wie es um die Qualität der politischen und wirtschaftlichen Berichterstattung darin bestellt ist. Mal ehrlich: wer würde die Berichterstattung der Bildzeitung in Sachen Politik und Wirtschaft als gehaltvoll bezeichnen? Eine andere Interpretationsmöglichkeit des Bewertungskriteriums „Entwicklung der Leserzahlen“ wäre, dass eine hohe Leserzahl und der damit verbundene Bekanntheitsgrad eine positive Auswirkung auf den Verlauf der Wertentwicklung hat. Spätestens dann müsste allerdings die BaFin auf den Plan gerufen werden, da es sich in diesem Fall um Kursmanipulation handeln würde. Eine negative Interpretation wäre, dass eine Empfehlung, die an viele Personen gestreut wird nichts wert ist, da zu viele einzeln ag[ad#ad-1]ierende Investoren davon profitieren wollen. Aufgrund der dadurch völlig überhöhnten Nachfrage würde der Kurs zu schnell steigen und anschließend wieder stark fallen. Daher wäre das Risiko des zu teuren Kaufens und anschließenden verpassten Verkaufszeitpunkts zu groß. Das sind allerdings nur drei mögliche Interpretationen und viele weitere sind denkbar.

Frankfurt, den 12.04.12

Johannes Tschesche


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Veröffentlicht unter Börsenbriefe